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Die Presse im Kriege.

Karl Büchner, Unsere Sache und die Tagespresse.
Tübingen 1915.

Unmittelbar nach dem 18. Februar lief ein Telegramm durch die deutsche Presse, des Inhalts: Wegen des Beginns des Unterseebootskrieges stocke der Verkehr zwischen England und Holland fast völlig. Die englischen Zeitungen träfen nur mit großer Verspätung ein, und auch nur in wenigen Exemplaren.

Ich las jedem, der mir gerade in den Weg lief, das Telegramm vor und fragte: Ist das nicht zum Lachen? Die Antworten, die ich erhielt, waren durchweg unliebenswürdig. Natürlich, ich wollte auch an diesem Erfolge nörgeln. Ich glaubte an den Erfolg des Unterweltkrieges nicht, als geborener Schwarzseher. Einige schalten mich - mit dem beliebtesten Teutonenwort - einen Miesmacher. Ein paar vorsichtige Leute meinten, nun ja, die Meldung sei vielleicht etwas übertrieben, aber immerhin doch möglich. Jedem aber mußte ich geduldig auseinandersetzen, daß ich gar nicht über den Unterseekrieg urteilen wolle, sondern nur über den Erzeuger des Telegramms lache, der in der Hitze, raschen Erfolg dem begierigen Zeitungsleser zu verkünden, die Fabrikmarke "Schwindel!" versehentlich seiner Erfindung gleich mit aufgedruckt habe. Dem Mann sei es nicht genug gewesen, die Störungen des Verkehrs dadurch zu veranschaulichen, daß die Zeitungen mit Verspätung einträfen, nein die Verwüstung des Verkehrs muß so groß sein, daß diese Zeitungen sogar nur in wenigen Exemplaren einzutreffen vermögen. Da es nun kein wesentlicher Unter-

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schied der Leistung ist, ob ein Schiff, wenn es überhaupt eintrifft, zwei oder Hunderttausende Zeitungsnummern mitführt, so erweise sich jener Versuch, die Steigerung aufs höchste zu treiben, als die ganz besonders einfältige Erfindung eines hirnlosen Journalisten. Das Unheimliche sei dabei, daß offenbar niemand so krassen Unsinn merke. Wenn man also über die heutige Entartung der Presse schelte, so trage die Schuld zunächst der Zeitungsleser, der völlig kritiklos alles Gedruckte in sich hineinfresse. Die geistige Verwirrung der Presse spiegelt doch nur die geistige Zerrüttung ihres Publikums. Wenn der Zeitungsleser keine Vernunft, keine Wahrheit hören will, warum sollen die Hersteller der Zeitungen die Unannehmlichkeiten auf sich nehmen, die die Stimme der Vernunft und der Wahrheit gegenwärtig für ihre Bekenner zur Folge hat! Das Publikum verlange anständige, kluge, ernste und unterrichtete Blätter - und es wird sie erhalten!

Daß die Presse die Schrecken des Weltkrieges vermehrt, daß sie die Katastrophe der Menschheit in ihrem Schrecken verschärft, erweist jeder Tag aufs neue. Der greise Leipziger Nationalökonom Karl Bücher hat kürzlich einige Kriegsarbeiten in einer Broschüre zusammengefaßt. Daß er die ausländische Presse verurteilte, ließ man sich natürlich bei uns gefallen. Daß er aber von seinem Verdammungsurteil die deutsche bürgerliche Presse nicht ausschloß, hat ihm empfindlichen Tadel eingetragen. Es waren vor allem Sätze wie die folgenden: "Man sollte nun glauben, daß die Presse gerade in solchen Zeiten ein lebhaftes Bewußtsein ihrer Aufgabe betätigen und von dem Gefühle ihrer Verantwortlichkeit durchdrungen sein würde, die ihr gebieten müßte, über den kämpfenden Parteien zu stehen, der Wahrheit und nur der Wahrheit zu dienen und mäßigend auf die entflammten Volksleidenschaften einzuwirken. Leider bestätigt die

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Erfahrung diese Erwartung nicht. Ein großer Teil der Tagespresse pflegt vielmehr in der leidenschaftlichsten Weise Partei zu ergreifen; alle Haltung geht ihr verloren, und mit einer Art satanischer Freude verschärft und vertieft sie die Gegensätze, die im Kampfe der Waffen aufeinanderstoßen. Die Zeitungsblätter, die seit dem Kriegsbeginn in unsere Hände kommen, wissen täglich von neuen Greueltaten zu berichten, die man den Unsern andichtet; ausgestunkene Lügen, die durch Anwendung der einfachsten kritischen Hilfsmittel als solche erkannt werden könnten, werden in die Welt gesetzt; eine ganze trübe Flut des Hasses, der Verleumdung und Verletzung geht durch ihre Spalten, und wir legen tief zerknirscht Nummer auf Nummer zur Seite, um verzweifelt zu fragen, ob dies denn das Ende aller Kultur sei und ob nicht eine allgemeine Rückkehr zu den Urzuständen der Wilden über die Menschheit gekommen sei."

Das ist nun zunächst gegen die feindliche Presse gemünzt. Aber Bücher nimmt doch auch nicht die deutsche Presse ganz von dem allgemeinen Verdammungsurteil aus. Er will zugeben, daß die deutsche Presse "verglichen mit England, Frankreich, Belgien und Rußland, im ganzen sich würdig hält und daß ihre eigenen Leistungen turmhoch emporragen über die des feindlichen Blätterwaldes. Aber es ziemt sich, daß wir über dem Balken in des Bruders Auge nicht den Splitter im eigenen übersehen. "Es gibt Blätter, die an Verhetzung und Herabsetzung unserer Gegner so Unglaubliches geleistet haben, daß unsere Krieger in der Front sich gegen diesen Ton ernstlich verwahrt haben." Dagegen sei es eine der erfreulichsten Erscheinungen "dieser großen Zeit", daß die sozialdemokratische Presse, "die früher so oft durch ihren Ton unser Mißfallen erregt hat, in ihrer Mehrzahl durch die kritische Ruhe und Objektivität, mit denen sie die Kriegsereignisse behandelt, sich auszeichnet."

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Die Auszeichnung der deutschen bürgerlichen Presse gegen die ausländische ist durchaus nicht verdient. Wer es sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Roheiten, Lügen, Dummheiten der internationalen Kriegspresse systematisch zu sammeln, ist durchaus von der vaterlandslosen Ebenbürtigkeit und der Gleichheit aller kapitalistischen Preßmoral überzeugt. Ein weit verbreitetes deutsches Blatt schrieb, um nur ein Beispiel aus jüngster Zeit zu nennen, über die Torpedierung der Lusitania: "Nicht maßloses Entsetzen hat uns erfüllt, als wir die Kunde von Lusitania bekamen. So etwas ist altes Weibergeschwätz. Sondern laute Freude"! Das las man in München. In Leipzig jubelte und höhnte man: "Die Freude an der Vernichtung der Lusitania wird noch durch allerlei Dinge gesteigert ..., das letzte sentimentale Mitleid mit den "armen Opfern", die hübsch hätten "auf ihren Hadern" bleiben sollen, dürfte die (falsche!) Feststellung vernichten, daß die Lusitania mit Geschützen armiert, also ein Hil¨£skreuzer, ein Kriegsschiff war." Zwei Tage darauf bezeichnete es das selbe sehr einflußreiche Leipziger Organ als eine "der üblichen englischen Fälschungen", daß man in Deutschland eine unbändige Freude über den Untergang von 1400 Nichtkämpfenden empfunden habe. In Wien sekundierte man glänzend: "Wir freuen uns über diesen neuen Erfolg der deutschen Marine." Endlich in Berlin dichtete ein deutscher Mensch:

Ein Schiff versenkt, Ladung und Passagier,
Hurra! - und tausend Feldgraue gerettet,
Für jeden uns'rer Braven hätten wir
Zehn Lusitanien gern zu Grund gebettet!

Dergleichen findet sich kaum im Matin oder Daily Mail. Zu nationalem Stolz ist also nicht der mindeste Anlaß, wie auch das Urteil Büchers national befangen scheint, wenn er von den Kriegsberichten sagt: "Wenn man die systematische Unterdrückung von Schiffs-

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verlusten durch die englische Admiralität ... die ganze Verschweigungspolitik der britischen Regierung oder die redselige Vertuschungsweise französischer und russischer Schlachtberichte in Erwägung zieht, so wird man unsere Preßzustände immer noch bei weitem als die besseren erkennen." Gerade auf diesem Gebiete ist ja bereits die historische Kritik möglich. Auch hier erzielt die vergleichende Prüfung eine merkwürdige Gleichheit des Verfahrens. Die Technik der amtlichen Berichte ist in den verschiedenen Ländern im einzelnen abweichend, alle aber sind durch die Tendenz bestimmt: Zwischen der Informierung des Volks, der Sorge, es bei guter Stimmung zu erhalten und der Rücksicht auf die Beeinflussung der öffentlichen Meinung der Welt einen billigen Ausgleich zu finden. Die Spannung zwischen der Wahrheit und dem Interesse wird natürlich in demselben Maaße größer, als es Mißerfolge zu verschleiern oder allzu bescheidene Erfolge zu übertreiben gilt.

Trotz der unberechtigten Lobsprüche für die deutsche Presse hat Bücher durch seine Abhandlung es mit ihr gründlich verdorben. Seine Aufforderung, über den kämpfenden Parteien zu stehen, wurde laut und energisch zurückgewiesen, obwohl kein Zweifel war, daß mit dieser Überparteilichkeit lediglich die Aufgabe gemeint war: "der Wahrheit, und nur der Wahrheit zu dienen". Die Frankfurter Zeitung verspottete ihren ehemaligen Redakteur: in ihrem Betreibe säßen nicht nur Siebzigjährige, und solche jugendliche. Temperamente gestatteten es nicht, in dieser Zeit so abgeklärt und parteilos über den Dingen zu schweben. Und in der Landesversammlung der sächsischen Presse wurde gegen Bücher betont: Die deutsche Presse könne nicht aufhören, deutsch zu sein und müsse es ablehnen , sich inmitten des Schlachtendonners als eine Art internationalen Schiedsgerichts aufzuwerfen.

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So sehr verstimmte die gutmütige professorale Mahnung, bei der Wahrheit zu bleiben. Damit hat aber die deutsche Presse selbst auf ihr Existenzrecht und ihre kulturelle Geltung verzichtet. Hört die Presse auf, die Künderin der Wahrheit zu sein, so ist sie nur noch die feile Reklame für irgend etwas; und Reklame ist immer würdelos und verderblich, wäre es selbst patriotische Reklame. Kritik ist die große Helferin des Lebensechten. Eine Sache, die keine Kritik erträgt, die Wahrheit scheut, ist verloren. Nach diesem offenen Bekenntnis der deutschen bürgerlichen Presse aber fällt dem Publikum erst recht die Aufgabe zu, sich selbst zu helfen und von dem verwüstenden Einfluß der Preßmache sich zu befreien: die Kritik, den Wahrheitssinn zu üben, die seine Blätter mit den nationalen Pflichten für unvereinbar halten. Diese Emanzipation von dem gedruckten Wort ist durchaus nicht leicht. Bücher selbst beweist auf jedem Blatt seiner Broschüre' wie sehir gerade er das Opfer seiner deutschen Zeitungslektüre geworden ist. Er nimmt jede Mitteilung gläubig hin, und wenn sie gar amtlich ist, so erstickt auch der leiseste Versuch der Kritik. So gibt er in seinem Heft den Aufsatz wieder, den er in einer norwegischen Zeitschrift über "unsere Sache", d.h. über die Ursachen des Krieges veröffentlicht hat: eine völlig kritiklose Wiederholung der üblichen Argumente, die er täglich im Blättchen gelesen hat. Kein Wunder, daß seine Darlegungen den norwegischen Herausgeber nicht überzeugten, wie Bücher selbst angibt.

Unser Professor sucht nach allerlei Mitteln, die Presse zu heben. Was er über die kapitalistisch-offiziöse Abhängigkeit der großen Nachrichtenagitatoren sagt, ist richtig, aber nicht entscheidend. Noch weniger ist mit einer besonderen Vorbereitung der Journalisten, mit einer "akademischen Berufsbildung für Zeitungskunde" getan. Bücher streift nicht einmal die eigentliche Ursache des spezifischen deutschen Presseelends:

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Die Abhängigkeit der Journalisten von den kapitalistischen Verlegern. Der deutsche Journalist ist nur der Angestellte eines Zeitungsgeschäfts, der Hilfsarbeiter, das Werkzeug für Verlegerinteressen. Die Richtung des Verlegers ist durch dreierlei Rücksichten bestimmt: die Rücksicht auf den Abonnenten, den Inserenten und die Information. Diesem also gelenkten Verlegergeist ist jede Überzeugung der angestellten Schreiber unterzuordnen. Durch den Wettbewerb der Information ist die ganze deutsche bürgerliche Presse, zumal in Fragen der auswärtigen Politik, offiziös geworden; nur die von den bekannten Interessengruppen dirigierten Alldeutschen Organe haben sich auf dem Gebiet der auswärtigen Politik eine von der Regierung unabhängige Freiheit des Urteils bewahrt. Deswegen hat die kapitalistische Presse, deren Hersteller längst keine Freiheit zu verlieren hatten, jetzt auch die formelle Beseitigung der Meinungsfreiheit durch die Militärzensur schmerzlos ertragen. Ihre Beschwerden gegen die Zensur richteten sich nicht gegen die Unterdrückung der Kritik, sondern nur gegen einen gewissen schneidigen Verkehrston, gegen technische Betriebserschwerungen und gegen die ungleiche Behandlung der Konkurrenz, soweit sie mit Nachrichten bevorzugt schien.

In dieser Hinsicht aber steht die ausländische Presse - trotz aller Korruption - "turmhoch" über der deutschen. Dort ist der Publizist Herr über die Presse. Und immer gibt es unabhängige, sittlich und geistig bedeutende Persönlichkeiten, die auch in den verworfensten Zeiten den Mut der Kritik, der Wahrheit, der Menschlichkeit bekennen und bewähren. Auch in diesem Kriege vernimmt man dort immer kühne kritische Stimmen. Bei uns ist alles stumm, unterworfen und unterwürfig, kein bürgerlicher Journalist fühlt sich dabei als "gefesselter Mensch", wenigstens bäumt sich keiner auf, von etlichen Alldeutschen abgesehen.

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Hier ist die Wurzel des deutschen Preßübels, und hier die große Zukunftsaufgabe der sozialdemokratischen Presse, die, kapitalistisch unbeeinflußt, eine Mission, kein Geschäft ist. Nach dem Kriege wird es eine der dringlichsten Unternehmungen sein, unsere Presse technisch-journalistisch so auszugestalten, daß sie den Wettbewerb der Geschäftsblätter überwindet.

Inzwischen haben wir eine andere, im reinsten Sinne nationale Aufgabe zu erfüllen. Auch Professor Bücher richtet einige Bemerkungen gegen die Zensur, spärliche Ausführungen , die höchst anschaulich durch klaffende Zensurlücken verstärkt werden. Niemals darf die Presse sich die Freiheit der Meinungsäußerung nehmen lassen; und je entscheidender die Schicksalszeiten der Völker andrängen, um so mehr bedürfen wir der Sicherung, Klärung und Leitung durch den unbestechlichen Ehrgeiz der Wahrheit. Auch in Kriegszeiten und gerade in ihnen muß jede Maßnahme der Regierung, jede Handlung der Parteien, auch die Einzelheiten der Kriegsführung, soweit sie einem sachlich begründeten Urteile zugänglich sind, vor dem Gericht der Wahrheit sich rechtfertigen. Eine Zensur, welche die zweckdienliche Aufsicht über den militärischen Nachrichtendienst überschreitet, ist nichts weiter als die organisierte Neubelebung des alten Untertanenlandrechts: Jetzt ist Ruhe die erste Bürgerpflicht! Was bei dieser Ausschaltung der politischen Mitarbeit des gesamten Volkes herauskommt, lehrt die Geschichte. In der Tat ist es doch wohl dem recht begriffenen nationalen Interesse förderlicher, wenn die freie, sorgsam bedachte und mutige Überzeugung des eigenen Volkes die Erscheinungen der Zeit kritisiert, als zu warten, bis das Ausland uns die Wirkung fühlbar demonstriert, was Wahrheit ist. Wir haben nicht Stimmungen künstlich herzurichten, die doch vor der ersten Katastrophe panisch flüchten, wir haben vielmehr zur geistig kritischen Mitarbeit der gesamten

8 Eisner, Gesammelte Schriften. I.

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Nation, zur Tapferkeit der freien Meinung und zur Gewissenhaftigkeit des begründeten und geschulten Urteils zu erziehen, die allein imstande sind, Katastrophen zu verhüten, oder wenn sie hereinbrechen, mannhaft-ruhig tätig zu überstehen. Wir müssen ohne Verzug die Freiheit der Meinung zurückgewinnen, um unser aller Schicksal zu sichern und zu bestimmen. Nur durch die öffentliche Aussprache wird echte und beharrliche Gesinnung verbürgt; sonst vergiftet feiger und geschwätziger Klatsch die Luft und raubt den Atem. Wer auch nur einen Augenblick ohne die Freiheit der Meinung leben kann, der verdient kein Leben, der ist wert und reif, zugrunde zu gehen. Das gilt von den einzelnen wie von den Völkern.

Mai 1915.

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Nachdem diesem Artikel die Veröffentlichung gelang, erging folgende Verfügung des stellvertretenden Generalkommandos in Münster:

"Die Nr.140 der ,Essener Arbeiterzeitung' enthält einen Aufsatz ,Die Presse im Kriege', der die entschiedene Mißbilligung des stellvertretenden Generalkommandos gefunden und zu Maßnahmen der Presseaufsicht Veranlassung gegeben hat. Er greift mit groben Schmähungen den überwiegenden Teil der deutschen Presse an, der sich unter freiwilliger Zurückstellung des eigenen Parteistandpunktes während des Krieges verständnisvoll in den Dienst der vaterländischen Sache gestellt und den vom militärischen Interesse gebotenen Rücksichten angepaßt hat. Dadurch verletzt er gröblich den Burgfrieden. Der letzte Absatz enthält scharfe Angriffe gegen die auf gesetzlicher Grundlage arbeitende Militärzensur und deren dem Gebote der Staatsnotwendigkeit entspringendes Walten. Dadurch werden militärische Interessen gefährdet.

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Der Aufsatz sucht bei Gelegenheit des Angriffs auf die bürgerliche Presse ferner die Maßnahmen unserer Kriegsführung, insbesondere die Torpedierung der ,Lusitania' verächtlich zu machen und trägt offensichtlich ei ne vaterlandsfeindliche Gesinnung zur Schau. Dadurch wird das vaterländische Gefühl empfindlich verletzt.

Die vaterländisch gesinnte Presse wird gebeten, dem hier gekennzeichneten Aufsatz keine weitere Erwiderung zuteil werden zu lassen, da sie einer besonderen Rechtfertigung ihres unbestrittenen Ehr- und Pflichtgefühls einer derartigen sich selbst richtenden Kundgebung gegenüber nicht bedarf.

Stellv. Generalkommando 7. Armeekorps."

In einem längeren Schreiben habe ich mich darauf mit dem General v. Gayl in Münster persönlich auseinandergesetzt. Der Empfang meines Briefes wurde mir bestätigt.

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